Blende vs. Verschlusszeit

Eine Aufnahme eines Wasserstrahls aus einem Schlauch; kurze Verschlusszeit, um ein scharfes Bild der sich bewegenden Wassertropfen zu erhalten.

Funktion von Blende und Verschlusszeit

Die Blende und die Verschlusszeit steuern zusammen die Lichtmenge, die den Bildsensor (oder Film) einer Kamera erreicht. Der Grad der Lichteinwirkung auf den Sensor bestimmt die Helligkeit des Bildes.

Wenn die Blende (Durchmesser der Blendenöffnung) klein ist, ist die Schärfentiefe (d. h. der Entfernungsbereich, in dem Objekte auf dem Bild akzeptabel scharf erscheinen) größer. So werden alle Objekte in unterschiedlichen Entfernungen vom Sucher gleich scharf abgebildet. Das Motiv kann sich also in größerer Entfernung von der Schärfeebene befinden und trotzdem auf dem Foto scharf erscheinen.

Die Verschlusszeit bestimmt die Dauer, die der Verschluss einer Kamera geöffnet bleibt. Sie hilft also der Blende, die Lichtmenge zu begrenzen, die das Objekt erreichen kann. Der Einfluss der Verschlusszeit zeigt sich am deutlichsten beim Fotografieren von sich bewegenden Objekten. Bilder, die mit einer kürzeren Verschlusszeit aufgenommen werden, sind unscharf und erwecken den Eindruck von Bewegung. Eine längere Verschlusszeit ermöglicht klare Bilder, die sich hervorragend eignen, um bestimmte Momente in der Zeit festzuhalten, z. B. ein scharfes Bild eines Fußballspielers in der Luft.

Einheiten für die Angabe von Verschlusszeit und Blende

Diagramm der abnehmenden Blendenwerte, d. h. der zunehmenden Blendenzahlen, in Schritten von einer Blende. Jede Blende hat die Hälfte der Lichtsammelfläche der vorhergehenden Blende. Die tatsächliche Größe der Blende hängt von der Brennweite des Objektivs ab.

Die Blende wird auch als Blendenzahl bezeichnet (manchmal auch als Öffnungsverhältnis, Blendenzahl, Blendenzahl oder relative Blende). Sie gibt den Durchmesser der Blendenöffnung in Bezug auf die Brennweite des Objektivs an. Mit anderen Worten, die Blendenzahl ist die Brennweite geteilt durch den „effektiven“ Blendendurchmesser. Sie ist eine dimensionslose Zahl. Standardmäßig wird die Blende in der Reihenfolge (f/2.8, f/4, f/5.6, f/8, f/11, f/16 usw.) angegeben.

Die vereinbarten Standards für Verschlusszeiten sind 1/1000 s, 1/500 s, 1/250 s, 1/125 s, 1/60 s, 1/30 s, 1/15 s, 1/8 s, 1/4 s, 1/2 s, 1 s.

Korrelation zwischen Verschlusszeit und Blende

Blende und Verschlusszeit bestimmen zusammen die Belichtung. Die Belichtung wird in Belichtungswerten (EV), auch Blenden genannt, gemessen. Mehrere Kombinationen von Verschlusszeit und Blende können die gleiche Belichtung ergeben: Eine Belichtung mit einer Verschlusszeit von 1/250 s und Blende 8 ist die gleiche wie mit 1/500 s und Blende 5,6 oder 1/125 s und Blende 11. Eine Halbierung der Verschlusszeit verdoppelt die Belichtung (1 EV mehr), während eine Verdoppelung der Blende die Belichtung um den Faktor 4 (2 EV) erhöht.

Videos

Dieses Video erklärt die Definitionen von Blende, ISO und Verschlusszeit:

Das folgende Video gibt Empfehlungen, welche Verschlusszeiten und Blenden zu verwenden sind:

Und dieses Video bietet weitere Empfehlungen zu ISO-Einstellungen, Blende und Verschlusszeit:

Etymologie

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