En-Gedi Resource Center

von Lois Tverberg

(Adam) sagte: „Dies ist nun Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch; sie soll Frau (Ishah) genannt werden, denn sie wurde aus dem Mann (Ish) genommen.“ Darum wird ein Mann (ish) seinen Vater und seine Mutter verlassen und sich an seine Frau (ishah) binden; und sie werden ein Fleisch werden. (1. Mose 2:23-24)

Die Schöpfungsgeschichte hat viele tiefgründige Dinge über Gottes Absicht für unser Leben zu sagen. Wir können bereichert werden, wenn wir uns die hebräischen Worte genau ansehen, mit denen der erste Mensch Adam und dann die Erschaffung von Mann und Frau beschrieben werden.

Es mag den englischen Leser überraschen, dass das Wort Adam ein neutraler Begriff ist, der „Mensch“ und nicht speziell einen Mann bedeutet. Im hebräischen Originaltext sind alle Verweise auf Adam neutral, bis Gott etwas von Adams Fleisch nimmt und eine Frau erschafft: ishah, auf Hebräisch. Erst dann wird Adam als ish, als Mann, bezeichnet. Das hebräische Wort ishah weist auf ihre Herkunft aus dem ish hin, etwas, das wir im Englischen mit den Worten „man“ und „woman“ nachahmen können. Aber interessanterweise wird Adam nie als ish bezeichnet, bis die ishah von ihm getrennt wurde. Es ist, als wolle der Text andeuten, dass Mann und Frau sich ohne den anderen nicht vollständig als Menschen definieren können.

Wir erkennen vielleicht nicht, dass diese Logik Teil des nächsten Verses ist, der besagt, dass ein Mann und eine Frau aus diesem Grund „eins“ werden, wenn sie heiraten. Sie kehren zu Gottes erstem Plan zurück, bevor ish und ishah getrennt wurden. Die Komplementarität zwischen Mann und Frau ergibt sich aus der Art und Weise, wie sie voneinander getrennt wurden, da die erste Isha das liefert, was der Ish fehlt. Nach Gottes Plan sind es die beiden zusammen, die letztlich das Bild Gottes widerspiegeln.

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Weiter lesen:

Siehe Hören auf die Sprache der Bibel, von Lois Tverberg und Bruce Okkema, En-Gedi Resource Center, 2004. Dies ist eine Sammlung von Andachtsaufsätzen, die über die Bedeutung biblischer Wörter und Sätze in ihrer ursprünglichen Umgebung nachdenken.

Für eine freundliche, mundgerechte Bibelstudie von fünf geschmackvollen hebräischen Wörtern, siehe 5 Hebrew Words that Every Christian Should Know, von Lois Tverberg, OurRabbiJesus.com, 2014 (ebook).

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