Jacqueline Kennedy Onassis

Die Journalistin und Prominente Jacqueline Lee Bouvier heiratete 1953 John F. Kennedy, damals frischgebackener US-Senator aus Massachusetts. Im Jahr 1960 wurde Kennedy als jüngster Mann (und als erster Katholik) zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Als First Lady wurde Jackie Kennedy zu einer internationalen Ikone des Stils und der Kultiviertheit und setzte sich mit großem Engagement für die Restaurierung des Weißen Hauses mit historischen Möbeln und Kunstwerken ein. Als ihr Mann im November 1963 ermordet wurde, bewunderte die trauernde Öffentlichkeit die Gelassenheit und Anmut der First Lady ebenso wie ihre Hingabe an ihre beiden kleinen Kinder Caroline und John Jr. 1968 heiratete Jackie den griechischen Schifffahrtsmagnaten Aristoteles Onassis, einen der reichsten Männer der Welt. Nach Onassis‘ Tod im Jahr 1975 begann Jackie eine Karriere im Verlagswesen in New York City, die sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1994 fortsetzte.

Jacqueline Lee Bouvier: Frühes Leben und Ehe

Jacqueline Lee Bouvier wurde am 28. Juli 1929 in Southampton, New York, geboren. Ihre Eltern, Janet Lee und der Börsenmakler John „Black Jack“ Bouvier, ließen sich 1942 scheiden, und Jackies Mutter heiratete den Anwalt Hugh Auchincloss. Nach einer privilegierten Kindheit in New York City, East Hampton, Virginia und Newport, Rhode Island, besuchte Jackie 1947 das Vassar College. Während ihres ersten Studienjahres studierte sie an der Pariser Sorbonne und kehrte zurück, um 1951 ihren Abschluss an der George Washington University zu machen.

Im Sommer 1951 arbeitete Jackie Bouvier als „neugierige Fotografin“ beim Washington Times-Herald, als sie John F. Kennedy, damals ein beliebter junger Kongressabgeordneter aus Massachusetts, bei einer Dinnerparty eines Freundes in Washington vorgestellt wurde. Die beiden begannen erst fast ein Jahr später eine Liebesbeziehung und verlobten sich im Juni 1953. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kennedy bereits die Wahl in den US-Senat gewonnen. Sie heirateten am 12. September 1953 in der katholischen Kirche St. Mary’s in Newport. Die Ehe geriet schon früh unter Stress: John musste sich einer Wirbelsäulenoperation unterziehen, während Jackie eine Fehl- und eine Totgeburt erlitt. Im Jahr 1957 brachte sie eine gesunde Tochter zur Welt, Caroline.

Jackie Kennedy: Leben als First Lady

Im Jahr 1960 besiegte John F. Kennedy Richard Nixon und wurde als jüngster Mann und erster Katholik zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt. Jackie, die nur wenige Wochen nach der Wahl einen Sohn, John Jr., zur Welt brachte, war die jüngste First Lady (mit 31 Jahren), die in den letzten 80 Jahren ins Weiße Haus einzog. Neben ihrer Hingabe an ihre Kinder bemühte sich Jackie sehr um die Renovierung des Weißen Hauses und die Restaurierung der öffentlichen Räume, indem sie Spenden von historischen Gemälden, Möbeln und Büchern anregte. Im Februar 1962 verfolgten 56 Millionen Zuschauer gebannt, wie sie im Fernsehen eine Führung durch die Restaurierung des Weißen Hauses gab.

Obwohl sie sich normalerweise von politischen Auftritten fernhielt, stimmte sie zu, im November 1963 mit ihrem Mann nach Dallas zu reisen, und saß am 22. November neben ihm in seiner Wagenkolonne, als er ermordet wurde. Bei der Beerdigung ihres Mannes stand eine trauernde Jackie mit ihren beiden kleinen Kindern und erntete den Respekt, die Bewunderung und das Mitgefühl der Welt.

Jackie Kennedy: Das Leben nach dem Weißen Haus

Nach der Beerdigung ihres Mannes zog Jackie Kennedy nach New York City und versuchte, ihr Leben inmitten des Glanzes der Berühmtheit einigermaßen privat zu gestalten. Im Oktober 1968 löste sie einen wahren Medienrummel aus, als sie den griechischen Schifffahrtsmagnaten Aristoteles Onassis heiratete, der 28 Jahre älter war als sie und zu den reichsten Männern der Welt gehörte. Sie lebte mit ihm in Häusern in Griechenland und Paris, verbrachte aber immer noch einen Großteil ihrer Zeit in New York, wo ihre Kinder zur Schule gingen. Als Onassis 1975 starb, war das Paar offenbar schon seit einiger Zeit getrennt; er hinterließ ihr etwa 20 bis 26 Millionen Dollar, während der Großteil des Vermögens an seine Tochter ging.

Zum zweiten Mal verwitwet, kehrte Jackie zu ihrer Liebe zum Verlagswesen zurück. Sie arbeitete als beratende Redakteurin bei Viking Press, bevor sie zu Doubleday wechselte, wo sie schließlich leitende Redakteurin wurde. Sie engagierte sich auch für die Kunst und den Denkmalschutz, unter anderem für mehrere historische New Yorker Gebäude. Ihr Lebensgefährte in ihren späteren Jahren war Maurice Tempelsman, ein in Belgien geborener Diamantenhändler. Im Jahr 1994 wurde bei Jackie ein Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert. Sie starb am 19. Mai 1994 im Alter von 64 Jahren in ihrer New Yorker Wohnung und wurde neben ihrem ersten Ehemann auf dem Arlington National Cemetery beigesetzt.

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